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Glossar

Glossar: Begriffe rund um Google-Bewertungen, Recht und Reputation

30 Fachbegriffe knapp und sachlich erklärt. Von Schmähkritik über DSGVO und Local Pack bis zum Streisand-Effekt, jeder Begriff verlinkt auf passende Vertiefungen im Ratgeber.

A

Abmahnung
Recht

Eine Abmahnung ist die formelle Aufforderung, ein als rechtswidrig eingestuftes Verhalten zu unterlassen, in der Regel verbunden mit einer Frist und der Forderung nach einer Unterlassungserklärung.

Im Bewertungs-Kontext richtet sich die Abmahnung meist an den Verfasser einer rechtswidrigen Rezension oder direkt an Google als Diensteanbieter. Sie dokumentiert den Verstoß, fordert die Beseitigung und benennt die Konsequenzen für den Wiederholungsfall. Eine Abmahnung kann eigenständig wirken oder eine spätere gerichtliche Auseinandersetzung vorbereiten. In der Praxis kommt sie häufig erst nach einer erfolglosen Lösch-Anfrage über die Google-Beschwerdewege zum Einsatz.

B

Beweissicherung
Recht

Beweissicherung bezeichnet die strukturierte Dokumentation einer Bewertung samt Profil, Zeitstempel und Kontext, bevor die Rezension verändert oder gelöscht wird.

Sie ist die Grundlage jeder rechtssicheren Lösch-Strategie. Üblich sind URL-Bookmarks, vollständige Bildschirmfotos mit sichtbarem Datum und gegebenenfalls eine Archivierung über Web-Archiv-Dienste. Wenn eine Rezension später gelöscht oder editiert wird, ist die Beweissicherung der einzige verlässliche Nachweis für ein Gericht oder die Beschwerdeinstanz. Ohne saubere Dokumentation lässt sich auch ein klar rechtswidriger Inhalt im Nachgang nur schwer bewerten.

Bewertungs-Boykott
Bewertungen

Ein Bewertungs-Boykott ist eine koordinierte Welle negativer Rezensionen, die nicht aus echter Kundenerfahrung entstehen, sondern aus politischen, persönlichen oder wettbewerblichen Motiven.

Auslöser sind häufig Social-Media-Aufrufe, virale Nachrichten oder gezielte Konkurrenz-Aktionen. Der erste Schritt ist eine saubere Beweissicherung: Wer hat wann was geschrieben, gibt es ein verbindendes Muster oder einen externen Aufrufer. Erst auf dieser Grundlage lässt sich entscheiden, welche Rezensionen einzeln angegangen werden und ob eine zusätzliche Eskalation gegenüber dem Aufrufer sinnvoll ist. Pauschal-Anträge ohne diese Vorarbeit produzieren regelmäßig Ablehnungen.

Bewertungsmanipulation
Bewertungen

Bewertungsmanipulation ist jede gezielte Verfälschung der Sterne- oder Textbewertung durch Kauf, Tausch, Erpressung oder den Einsatz künstlicher Profile.

Sowohl die positive Manipulation des eigenen Profils als auch das Schädigen eines Wettbewerbers fallen darunter. Google ahndet Manipulation mit Profil-Strafen, die von einer Richtlinien-Warnung bis zur kompletten Sperrung des Geschäftsprofils reichen. Auch Wettbewerbsrecht und in Einzelfällen das Strafrecht greifen, wenn die Manipulation systematisch organisiert ist. Ein bereinigter, langfristig gewachsener Reputations-Aufbau ist deutlich nachhaltiger als jedes Manipulationsschema.

C

Citations
Local SEO

Citations sind strukturierte Erwähnungen der Firmendaten (Name, Adresse, Telefon) in externen Verzeichnissen, unabhängig davon, ob ein Hyperlink gesetzt ist.

Sie helfen Google, die Existenz und Vertrauenswürdigkeit eines lokalen Unternehmens zu verifizieren. Klassische Quellen sind Branchenverzeichnisse, Berufskammern, IHK-Datenbanken und gepflegte Karten-Plattformen. Entscheidend ist die NAP-Konsistenz: Name, Adresse und Telefonnummer müssen über alle Quellen identisch geschrieben sein. Inkonsistente Citations schwächen das lokale Vertrauenssignal, ohne dass es im Geschäftsprofil sichtbar wird.

Verwandte Begriffe
Content-Policy-Verstoß
Plattform

Ein Content-Policy-Verstoß liegt vor, wenn eine Bewertung gegen die veröffentlichten inhaltlichen Richtlinien von Google verstößt, etwa wegen Hassrede, Spam oder Off-Topic-Inhalten.

Google entfernt diese Verstöße im Idealfall ohne externe Rechtsgrundlage, sobald die korrekte Verstoßkategorie korrekt benannt ist. In der Praxis ist genau diese Kategorisierung der Engpass: Eine als Spam gemeldete Schmähkritik wird vom Filter zurückgewiesen, eine als Off-Topic gemeldete Beleidigung ebenso. Wer den Verstoß sauber zuordnet, schöpft die plattformeigenen Lösch-Mechanismen vollständig aus. Wer pauschal meldet, verbraucht ohne Wirkung Vertrauen für künftige Anträge.

D

DSGVO
Recht

Die Datenschutz-Grundverordnung regelt europaweit, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen, und schafft die Grundlage für Auskunfts-, Berichtigungs- und Löschansprüche.

Im Bewertungs-Kontext ist die DSGVO vor allem dann relevant, wenn eine Rezension personenbezogene Daten Dritter enthält, etwa Klarnamen von Mitarbeitenden, Adressen oder gesundheitliche Informationen. Auch Rezensionen, die ohne berechtigten Grund identifizierbare Personen pauschal an den Pranger stellen, sind angreifbar. Der Hebel über die DSGVO ist enger als oft kommuniziert, aber dort wo er greift, ist er sehr wirkungsvoll. Eine pauschale Berufung auf die DSGVO ohne konkreten Personenbezug führt regelmäßig zur Ablehnung.

E

E-E-A-T
Sonstige

E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness und beschreibt die Qualitätskriterien, an denen Google Inhalte und Quellen bewertet.

Für lokale Unternehmen wirkt E-E-A-T mittelbar: Profile mit konsistenten Daten, ausführlichen Beschreibungen, fachlich geprüften Inhalten und verifizierter Identität signalisieren Vertrauen. Für Ratgeber-Inhalte zählen Autoren-Hinweise, Aktualisierungs-Datum, Quellenangaben und ein nachvollziehbarer redaktioneller Prozess. E-E-A-T ist kein einzelner Ranking-Faktor, sondern eine Grundhaltung in der Inhalts- und Profilpflege. Wer hier diszipliniert arbeitet, profitiert mittelfristig sowohl in der klassischen Suche als auch in den AI-Search-Surfaces.

Verwandte Begriffe

F

Fake-Bewertung
Bewertungen

Eine Fake-Bewertung ist eine Rezension, die nicht auf einer echten Kundenerfahrung beruht, sondern erfunden, gekauft oder von einem nicht beteiligten Dritten verfasst wurde.

Sie verstößt gegen die Google-Richtlinien zur Authentizität und ist in vielen Fällen löschbar. Erkennungsmerkmale sind unter anderem nicht zuordenbare Verfasser, generische Sprache, ein einzelner Bewertungs-Burst über kurze Zeit und ein fehlender Bezug zur tatsächlichen Geschäftsrealität. Für eine erfolgreiche Meldung braucht es eine Beweiskette aus Profil-Analyse, Buchungs- bzw. Termin-Daten und Kontext. Wer ohne diese Belege meldet, wird vom Automatik-Filter regelmäßig zurückgewiesen.

G

Google Business Profile (GBP)
Local SEO

Das Google Business Profile, früher Google My Business, ist das offizielle Google-Profil für lokale Unternehmen und steuert Sichtbarkeit in Maps, Local Pack und direkter Suche.

Es enthält Stammdaten, Öffnungszeiten, Fotos, Beiträge und Bewertungen. Ein gepflegtes Profil ist die wichtigste lokale Sichtbarkeits-Stellschraube. Verifizierung, vollständige Kategorien, korrekte Servicegebiete und regelmäßige Updates sind Pflicht. Bewertungen wirken sich direkt auf die Klickrate und das lokale Ranking aus, weshalb Bewertungspflege strategisch zur Profilpflege gehört.

Google-Bewertung
Bewertungen

Eine Google-Bewertung ist eine öffentliche Rezension auf Google Maps oder im Google Business Profile, bestehend aus einer Sterne-Wertung von 1 bis 5 und optional einem Freitext.

Sie ist heute der wichtigste öffentliche Vertrauenssignal für lokale Unternehmen. Bewertungen wirken auf den Sterne-Durchschnitt, die Klickrate aus dem Local Pack und damit auch auf das lokale Ranking. Anders als Plattformen mit Kundenkonto-Bindung ist eine Google-Bewertung über jedes Google-Konto möglich, was sie gleichzeitig sichtbar und manipulationsanfällig macht. Pflege und Bereinigung sollten immer parallel laufen.

Google-Rezension
Bewertungen

Google-Rezension ist die offizielle Bezeichnung für den Textanteil einer Google-Bewertung und umfasst Freitext, Fotos und Antworten des Eigentümers.

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Bewertung und Rezension oft synonym verwendet. Im juristischen Kontext ist die Unterscheidung relevant, weil sich rechtliche Schritte primär gegen den Textanteil richten, nicht gegen die reine Sterne-Wertung ohne Begründung. Eine 1-Stern-Wertung ohne Text ist juristisch schwerer angreifbar, eine textlich begründete Schmähung dagegen meist klar.

Google-Richtlinien
Plattform

Die Google-Richtlinien definieren, welche Inhalte und Profile auf Google Maps und im Geschäftsprofil zulässig sind und welche Verstöße zur Entfernung führen.

Sie unterscheiden zwischen verbotenen Inhaltskategorien wie Hassrede, Belästigung und Spam und Profil-Anforderungen wie Identität, Standortbezug und ehrlicher Darstellung. Für Lösch-Anträge sind die Richtlinien der erste Hebel, weil Google bei klar zuordenbaren Verstößen ohne externe Rechtsgrundlage entscheidet. Voraussetzung ist eine korrekte Kategorisierung des Verstoßes im Antrag selbst. Die Richtlinien werden regelmäßig angepasst, weshalb eine aktuelle Lesart wichtig ist.

L

Local Pack
Local SEO

Das Local Pack ist der Block aus drei lokalen Treffern mit Karte, der bei lokalen Suchanfragen über den klassischen organischen Ergebnissen erscheint.

Es ist die wertvollste Position in der lokalen Google-Suche, weil es Sichtbarkeit, Klickrate und direkte Kontaktwege auf einer Fläche bündelt. Das Ranking im Local Pack hängt von Relevanz (Profil-Kategorien, Inhalte), Distanz (Standort des Suchenden) und Bekanntheit (Bewertungen, Backlinks, Citations) ab. Bereits ein einzelner gut platzierter Pack-Treffer kann das lokale Anfrage-Volumen deutlich heben. Die ehemalige Bezeichnung Three-Pack referenziert die drei Plätze ebenfalls.

N

NAP-Konsistenz
Local SEO

NAP-Konsistenz bedeutet, dass Name, Adresse und Telefonnummer eines lokalen Unternehmens auf allen Online-Quellen identisch und widerspruchsfrei geschrieben sind.

Das Akronym steht für Name, Address, Phone. Schon kleine Abweichungen wie eine andere Schreibweise der Rechtsform oder ein zusätzliches Bindestrich-Format im Telefonfeld können Vertrauenssignale schwächen. Google nutzt diese Daten, um die Identität des Unternehmens über mehrere Quellen hinweg zu verifizieren. Eine saubere NAP-Pflege ist die unsichtbare Grundlage jeder lokalen Sichtbarkeitsstrategie.

O

Owner-Reply (Antwort des Eigentümers)
Bewertungen

Eine Owner-Reply ist die öffentliche Antwort des Profil-Inhabers auf eine einzelne Bewertung und steuert das wahrgenommene Reputationsbild stärker als die Original-Bewertung selbst.

Sie ist eines der wirkungsvollsten Reputations-Werkzeuge, weil sie den Ton, die Professionalität und die Lösungsorientierung des Unternehmens dokumentiert. Bei sachlicher Kritik dient sie der Aufklärung, bei unzulässigen Inhalten dokumentiert sie Distanz und Bereitschaft zur Klärung. Eine gut geschriebene Antwort wirkt häufig stärker auf künftige Leser als die ursprüngliche Bewertung. Spätere Leser sehen Bewertung und Antwort immer im Kontext.

Verwandte Begriffe

P

Persönlichkeitsrecht
Recht

Das allgemeine Persönlichkeitsrecht schützt Ehre, Würde und Selbstdarstellung von Personen und Unternehmen vor unzulässigen Eingriffen Dritter.

Im Bewertungs-Kontext ist es die zentrale Rechtsgrundlage gegen Schmähkritik, beleidigende Aussagen und gezielte Herabwürdigung. Auch Unternehmen genießen ein Unternehmenspersönlichkeitsrecht, das vergleichbare Ansprüche ermöglicht. Die Abwägung gegen die Meinungsfreiheit erfolgt im Einzelfall: Sachliche, harte Kritik bleibt erlaubt, persönliche Diffamierung nicht. Eine saubere Argumentation entlang dieser Grenze entscheidet über Erfolg oder Ablehnung des Antrags.

R

Recht auf Vergessenwerden (Art. 17 DSGVO)
Recht

Das Recht auf Vergessenwerden ist der Anspruch auf Löschung personenbezogener Daten, wenn die Verarbeitung unzulässig oder die Speicherung nicht mehr erforderlich ist.

Es ist in Artikel 17 DSGVO geregelt und gilt auch für öffentlich sichtbare Inhalte, sofern sie personenbezogene Daten enthalten. In Bewertungen wird der Anspruch relevant, wenn Klarnamen, Telefonnummern oder Gesundheitsdaten Dritter genannt werden. Auch hochgeladene Profilbilder können einen DSGVO-Anspruch auslösen. Die Anwendung ist enger als der populäre Name vermuten lässt, kann im richtigen Fall aber sehr schnell zur Entfernung führen.

Verwandte Begriffe
Reputation Management
Sonstige

Reputation Management ist der disziplinierte Umgang mit allen öffentlich sichtbaren Vertrauenssignalen eines Unternehmens, von Bewertungen über Antworten bis zu redaktionellen Erwähnungen.

Es ist kein Marketing-Schaufenster, sondern eine operative Praxis: regelmäßige Beobachtung, sachliche Antworten, konsequente Bereinigung unzulässiger Inhalte und ein nachvollziehbarer interner Prozess. Anders als kurzfristige Imagekampagnen wirkt Reputation Management langfristig und wirkt sich auf Klickrate, Konversionsrate und Mitarbeitendenrekrutierung aus. Eine reife Praxis trennt sauber zwischen sachlicher Kritik (Antwort, Lernen) und unzulässigen Inhalten (Lösch-Antrag).

Reputation-Score
Sonstige

Ein Reputation-Score ist eine zusammenfassende Kennzahl aus Sterne-Durchschnitt, Bewertungsanzahl, Antwort-Quote und Reaktionsgeschwindigkeit eines Unternehmens.

Anders als der reine Google-Sternedurchschnitt versucht ein Reputation-Score, mehrere Dimensionen in eine vergleichbare Zahl zu überführen. Tools im Reputation-Management nutzen ihn als Steuerungsgröße über Filialen oder Standorte hinweg. Für externe Vergleiche bleibt der Score nur dann sinnvoll, wenn die Berechnungslogik offengelegt ist. Intern ist er ein guter Hebel, um Entwicklungen über Wochen und Monate sichtbar zu machen.

S

Schmähkritik
Recht

Schmähkritik ist eine herabwürdigende Äußerung, bei der nicht die sachliche Auseinandersetzung im Vordergrund steht, sondern die persönliche Diffamierung der betroffenen Person oder Firma.

Sie ist nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt und damit klar löschbar, sowohl auf Plattform-Ebene über die Google-Richtlinien als auch über das Persönlichkeitsrecht. Entscheidend ist die Abgrenzung zur sachlichen, auch harten Kritik, die zulässig bleibt. Pauschale Beleidigungen wie Abzocker, Betrüger oder Pfusch ohne Kontext sind typische Schmähkritik. Wer den Vorwurf belegen kann, erhöht die Erfolgsaussicht im Antrag erheblich.

Schutzantrag
Recht

Ein Schutzantrag ist eine formale Eingabe an Google oder eine Behörde, mit der die Entfernung oder Sperrung einer rechtsverletzenden Bewertung gefordert wird.

Er kombiniert Sachverhaltsdarstellung, rechtliche Begründung und konkrete Anträge. Die Erfolgsaussicht hängt vor allem von der präzisen Zuordnung zur passenden Rechtsnorm und einer lückenlosen Beweissicherung ab. Bei Google läuft der Schutzantrag über eine spezielle Rechtsbeschwerde-Eingabe, separat vom regulären Melde-Knopf. Pauschale oder emotional formulierte Schutzanträge führen regelmäßig zu Ablehnungen mit dauerhaften Akten-Folgen.

Spam-Filter
Plattform

Der Google-Spam-Filter ist ein automatisiertes System, das Bewertungen und Lösch-Anträge auf typische Manipulations- und Missbrauchs-Muster prüft.

Er entscheidet bei einem Großteil der Anträge ohne menschliche Prüfung. Das ist effizient, aber unbarmherzig gegenüber unsauber formulierten Eingaben. Wer eine offensichtlich unzulässige Bewertung ohne saubere Kategorisierung meldet, sieht den Antrag im Filter sterben, ohne dass je ein Mensch den Fall öffnet. Saubere Antrags-Architektur ist deshalb der wirksamste Hebel gegen das Filter-Problem.

Sternebewertung
Bewertungen

Die Sternebewertung ist die numerische Kernkomponente einer Google-Rezension und reicht von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut).

Der gewichtete Durchschnitt aller Sternebewertungen ist die zentrale Sichtbarkeitsgröße im Geschäftsprofil. Schon der Übergang von 4,2 auf 4,5 Sternen kann die Klickrate aus Suchergebnissen messbar verändern. Eine 1-Stern-Wertung ohne Text ist juristisch schwerer angreifbar als eine textlich begründete Schmähung, weil der Verstoß ohne Kontext schwer zu zeigen ist. Trotzdem fallen viele textlose 1-Stern-Bewertungen unter die Authentizitäts-Richtlinien.

Streisand-Effekt
Sonstige

Der Streisand-Effekt beschreibt das Phänomen, dass der Versuch, eine unliebsame Information zu unterdrücken, ihre öffentliche Verbreitung erst recht beschleunigt.

Im Bewertungs-Kontext entsteht er typischerweise durch übergriffige Owner-Replies, öffentliche Drohungen oder eskalative Forenbeiträge. Eine ursprünglich kleine 1-Stern-Bewertung wird so plötzlich zum viralen Aufreger und ist schwerer zu entfernen, weil mehrere Quellen sie zitieren. Saubere, sachliche Antworten und nicht-öffentliche Lösch-Wege schützen davor. Der Streisand-Effekt ist einer der unterschätztesten Risiken im Reputation Management.

T

Tatsachenbehauptung
Recht

Eine Tatsachenbehauptung ist eine Aussage über einen konkreten, nachprüfbaren Sachverhalt, deren Wahrheitsgehalt sich grundsätzlich beweisen oder widerlegen lässt.

Im Bewertungs-Kontext ist sie die wichtigste Abgrenzung zum Werturteil. Falsche Tatsachenbehauptungen sind klar löschbar, etwa wenn ein nie stattgefundener Termin behauptet wird oder konkrete Pannen erfunden werden. Voraussetzung ist eine saubere Beweissicherung über interne Systeme. Bewertungen, die mehrere Behauptungen mischen, müssen Aussage für Aussage einzeln zugeordnet werden, weil sich Wahres und Falsches sonst gegenseitig schwächen.

Three-Pack
Local SEO

Three-Pack ist die ältere Bezeichnung für das heutige Local Pack, also den Block aus drei lokalen Treffern mit Karte über den organischen Ergebnissen.

Der Begriff wird häufig synonym verwendet, ist aber inhaltlich identisch mit Local Pack. Die strategische Bedeutung ist unverändert: Wer im Three-Pack platziert ist, gewinnt einen unverhältnismäßig großen Anteil aller lokalen Klicks. Wer nicht platziert ist, kämpft sich faktisch durch ein deutlich kleineres Sichtbarkeitsfenster. Bewertungspflege wirkt indirekt auf die Pack-Platzierung und damit auf die wertvollste lokale Position.

U

Unterlassungserklärung
Recht

Eine Unterlassungserklärung ist eine bindende Zusage, ein als rechtswidrig eingestuftes Verhalten künftig nicht zu wiederholen, in der Regel kombiniert mit einer Vertragsstrafe für den Wiederholungsfall.

Sie ist das gewünschte Ergebnis vieler Abmahnungen und schafft eine außergerichtliche Lösung. Im Bewertungs-Kontext richtet sich die Erklärung typischerweise an den Verfasser einer rechtswidrigen Rezension. Mit Abgabe der Erklärung muss die fragliche Aussage gelöscht oder dauerhaft unterlassen werden, sonst wird die vereinbarte Vertragsstrafe fällig. Eine sauber formulierte Erklärung ist juristisch wirksamer als jede öffentliche Auseinandersetzung.

Verwandte Begriffe

W

Werturteil
Recht

Ein Werturteil ist eine subjektive Meinungsäußerung, die anders als eine Tatsachenbehauptung weder bewiesen noch widerlegt werden kann.

Werturteile fallen grundsätzlich unter die Meinungsfreiheit und bleiben auch dann erlaubt, wenn sie polemisch oder hart formuliert sind. Erst wenn die Diffamierung der Person die sachliche Auseinandersetzung vollständig verdrängt, kippt ein Werturteil in Schmähkritik und wird angreifbar. Im Antrag auf Löschung ist die Trennung von Werturteil und Schmähkritik einer der wichtigsten Argumentations-Schritte. Wer hier sauber argumentiert, vermeidet die häufigsten Ablehnungen.

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